Lights from the jungle to the sky – Bright Eyes am 21.06.11 im Kölner E-Werk

Großartiges Konzert. Mein erstes seit der Cassadaga Tour (als sie in den weißen Klamotten als sog. Second Virgins aufgetreten sind). Da hat sich ja einiges verändert seitdem. Conor Oberst ist jetzt Rockstar. Große Posen inklusive. Wenn er dann kein Instrument in der Hand hatte, sah das immer ein wenig gewöhnungsbedürftig aus. Naja, aber darum gehts ja nicht.

Erwartungsgemäß gings mit dem Eröffnungstrack von „The People’s Key“ los. Inklusive Intro. Mit zwei Schlagzeugen und waberndem Bass wurde hier schon ziemlich dick aufgetragen – was aber sehr gut passte. Das dritte Lied war dann auch auch schon der erste Hit: „Take it easy (love nothing)“. Und derer weitere folgten mit „Four Winds“, „Jejune Stars“ und „Padraic my prince“. Grundsätzlich war die neueste Platte aber sehr präsent und wurde bis auf zwei drei Lieder auch komplett durchgespielt. Denkwürdig waren die bestimmt zehn Lieder in Folge, zwischen denen es keine Unterbrechung für Beifall gab. Gespickt war dieser Teil des Konzerts mit Überraschendem von der „Fevers & Mirrors“ und von „I’m wide awake“. Der Höhepunkt des Konzerts war dann für mich „Landlocked Blues“. Wunderbar inszeniert (die Trompete erst zum zweiten Solo, vorher verzerrte Gitarre von Mike Mogis, das Spiel mit dem Kontrast zwischen Bombast und reduziertem Conor alleine mit Gitarre… und für Nerds: nicht mehr das aktuelle Alter wird angeben „you might think after 22 years I’d be used to the spin“, sondern stattdessen „after growing so old“…wir werden ja alle nicht jünger; und der Deal mit den „devils of fame“ ist jetzt „make me rich, make me fuckin‘ rich“) und vom Publikum auch toll angenommen. „An attempt to tip the scales“ und „Poison oak“ fand ich ebenfalls außergewöhntlich gut präsentiert.
Überrascht haben mich dann „Cartoon Blues“ von der Four Winds-EP und „Falling out of love at this volume“ von der Platte mit den ganz alten Sachen.

Den Abschluß des regulären Sets gestaltete Conor alleine an seinem Keyboard mit dem besten Lied der neuen Platte, „Ladder Song“. „Gotta get to the center, gotta get to the concert, run off with a dancer, gonna celebrate – welcome the new age, covered in warrior paint, lights from the jungle to the sky.“ Das Lied gibt mir immer ein gutes Gefühl, keine Ahnung wieso. Sehr sehr schön.
Danach war dann erstmal Schluß.

Die Zugabe begann mit einem einleitenden Gitarrensolo zu „Gold mine gutted“. Mit dem folgenden „Lover I don’t have to love“ war dann auch die „Lifted“ im Set vertreten. Bemerkenswert fand ich wie schön es klang, als Keyboarderin Laura Burhenn den Gesang in der Bridge übernahm: „You write such pretty words…“.

Zum Abschluß gab es noch eine alles einreißende Version von „Road to joy“, die wunderbar gipfelte in „Let’s fuck it up, kids. Make some noise“. Haben sie dann auch so gemacht.

2 Gedanken zu „Lights from the jungle to the sky – Bright Eyes am 21.06.11 im Kölner E-Werk

  1. „Let’s fuck it up kids, make some noise.“ – wenn wir schon so nerdig sind. ;) Und ich dachte auch, dass es „after growing so old“ hieß, aber da könnte mir meine Erinnerung auch einen Streich spielen.

    Ich fands auch äußerst bemerkenswert, dass er fast komplett durchgespielt hat, ohne Kommentare und Ansprachen.
    Irgendwelche Vermutungen warum?

    War aber insgesamt auch sehr begeistert. :)

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